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WebSite von Andrea Neumann und Alexander Mikula

Wir sind künstlerische Fotografen und Digital Artists.

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Hängen einer Ausstellung: Eine kleine Hilfe

Alexander Mikula

Eine eigene Ausstellung zu machen ist spannend.

Und eine wirkliche Herausforderung; nicht nur künstlerisch sondern auch logistisch. Warum? Naja, wenn die kreative Arbeit fertig ist, dann beginnt die Abwicklung: Galerie finden, Plan der Räume besorgen/erstellen, Hängung planen (was kommt wo hin), Versicherungen abschließen, Bilder ausarbeiten lassen, Vernissage planen, Presseaussendungen, Einladungen, Newsletter, Werbung für die Veranstaltung (wer ist schon gerne alleine), Buffet organisieren, Redner nicht vergessen, Plakate drucken und Einladungen und viel viel mehr.  Das ist wirklich Arbeit. Aber was tut man nicht alles für die Kunst..

Eine der größeren Herausforderungen bei einer Ausstellung ist aber - zumindest für uns beide - das hängen der Bilder. Klingt einfach, ist es aber nicht.  Bei "Interchange - Wendepunkte" haben wir für das Hängen selbst etwa vier Stunden gebraucht. Und gut nochmals vier Stunden um alles für den Transport vorzubereiten.

 

Die Ganze hat dann so ausgesehen:

 

 

Dazu noch ein paar Tipps zur Hängung aus eigener Erfahrung:

Das ganze gehört genau geplant. Wozu? Naja, beim hängen am Sonntag zu wenig Nägel zu haben macht nicht wirklich Freude. Oder drauf zu kommen dass das tolle großformatige Bild mit 130x130 nicht in den Kofferraum passt. Oder das die Wände schräg sind und eigentlich Seile gut wären. Oder...

Wir haben uns eine kleine Liste an Dingen gemacht die beim hängen auf alle Fälle dabei sein müssen:

  • Bilder, verpackt mit Schutzflies, Blisterfolie und Kantenschutz. Zusammengehalten von Adhäsionsfolie und nicht mit Klebeband - das hat die Tendenz beim Auspacken am Bild kleben zu bleiben. Gerne vorne..
  • Leiter. Und zwar eine die hoch genug ist für den Raum
  • Weiße Handschuhe. Nichts ist lustiger wie Fingertapper auf glänzenden Oberflächen
  • Reinigungsmittel (da gibt es spezielle für Prints). Falls doch was auf der Oberfläche klebt
  • Werkzeug. Hammer, Zange, Schraubenzieher, Cutter, Spitzzange. Am besten die ganze Kiste
  • Maßband und Lineal. Am besten mit eingebauter Wasserwaage
  • Wasserwaage. Eine  dicke, lange Wasserwaage. Sehr gut wenn Bilder exakt untereinander hängen sollen..
  • Bleistift. Nicht lachen...
  • Schere. Alles mit dem Messer öffnen zu müssen macht keinen Spaß
  • Nägel. Da gibt es spezielle, mit einem drehbaren Kopf. Nicht sparen bei der Qualität und Menge. Nichts ist ärgerlicher als falsche/zu wenige Nägel
  • Seile, Klemmen etc. falls es ein Galeriesystem gibt. Wir mögen das nicht soooo toll.
  • Papier oder Karton. Zum Ablegen der ausgepackten Bilder, damit nicht das empfindliche Dibond am Boden herumschleift
  • Säcke. Irgendwohin muss das Verpackungsmaterial ja. Wir wollen die Bilder nach der Ausstellung ja wieder transportieren können
  • Gaffer Tape. Die Lebensversicherung
  • Rodel. Wenn was wirklich großes dabei ist
  • Den Plan für die Hängung
  • Werkbeschriftungen samt Befestigung
  • Staubwedel / Swiffer. Es ist immer was auf den dunklen Flächen...
  • Verbandsmaterial. Immer gut wenn ich dabei bin..
  • Großer Regenschirm. Schon mal Bilder bei strömendem Regen transportiert?
  • Telefonnummer der Galeristin. Falls wirklich was schief geht
  • Was zu trinken und Snacks. Hängen ist anstrengend und dauert.
  • Küchenrolle. Fette Finger. Nicht gut... 

Wenn alles geplant und dabei ist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Eigentlich, denn irgendwas geht immer schief. Wir hatten diesmal Wände die gewölbt sind, unverrückbare Gegenstände, eine Stahltraverse dort wo Nägel hin sollten, eine eher hohle Wand, zu wenig Platz um die Großformate richtig auszurollen,...aber letztendlich hängt doch alles. Ruhe bewahren. Und genug Zeit einplanen. Dann geht das auch.

Es gibt zum Thema "Bilder hängen" ürigens ein wirklich empfehlenswertes Buch: Exhibiting Photography. Hat uns sehr geholfen...