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Wozu ein Newsletter per Email?

Alexander Mikula

Jetzt haben wir uns also auch entschieden unter die Marketing Emailer zu gehen. Na toll. Noch wer der mit "Super-Sonderangebot! Jetzt! Schnell zugreifen!!" die ohnehin schon gequälte Mailbox noch mehr vollstopft. Braucht das wirklich wer? Und wer meldet sich dann auch noch für sowas? Und auch noch im Kunst/Kultur Bereich?

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Nach der ersten Welle an negativen Emotionen (Email ist ja so Jahrtausendwende) und mit ein wenig nachdenken kommt aber dann die Erkenntnis (naja, Christian Henner-Fehr war da auch nicht ganz unbeteiligt): Email hat nach wie vor einen höheren Stellenwert als die Menge an Informationen die an mir so in Facebook & Co vorbei wäscht. Bei einem Email nehme ich zumindest seine Existenz war und den Betreff; ein Post auf eine Social Media Plattform kann noch so interessant sein - wenn es in der Flut von Meldungen untergeht, werde ich es nicht wahrnehmen. Außerdem: ist wirklich euer ganzes Publikum auf Facebook? Ich kenne durchaus noch viele Verweigerer - und die wollen ja auch informiert werden, oder?

Vorausgesetzt der Adressat gehört nicht zur bemitleidenswerten Sippe der "ich kriege mehr als hundert Emails am Tag" geschädigten, dann sieht sie/er das Mail zumindest. Und wenn's dann einen Betreff hat der irgendwie anspricht und nicht nach dem neuesten Mittel gegen eingewachsene Zehennägel klingt (sorry für das Bild), dann macht sie/er das Mail vielleicht sogar auf. Und liest es. Und weil's nett formatiert ist und vor allem informativ, dann kommt der Inhalt vielleicht sogar an.

Für den Empfänger hat das den Vorteil das er gezielt vorbereitete Information (merke: Information, nicht Werbung) bekommt. Dann wenn sie relevant ist und in einer Form in der ich nicht befürchten muss was zu versäumen. Klingt das mit dem versäumen komisch? Lest ihr Blogs und habt ein schlechtes Gewissen wenn da +500 Einträge ungelesen sind? Na eben. Ich für meinen Teil habe sogar ein paar Magazine die mir ihre Artikel über einen Newsletter schicken. Praktisch!

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Wir als Sender haben von dem ganzen Aufwand (ich komme gleich dazu, keine Angst) den Vorteil das wir unser potentielles Publikum gezielt adressieren können, abgestimmt auf Interessen, nicht so leicht in der Informationsflut untergehen und auch noch nachvollziehen können was gelesen wird und was nicht. Außerdem kann man die Besucher einer Ausstellung eher dazu bringen ihren Namen und ihre Email Adresse anzugeben als sich eine Facebook Page zu merken und die dann für alle sichtbar einzubinden.

 Der üble Ruf der Mailaussendungen manchmal anhaftet kommt wohl eher von den allseits verhassten Spam Mails. Das hier ist aber etwas anderes: es ist gezielt, man muss sich explizit dafür anmelden (ein opt-on) und es unterliegt vor allem einer rigorosen Gesetzlichen Regelung. Zusätzlich schreibt man ja in einen Newsletter nicht irgendwas sondern redaktioniert den Inhalt – also keine automatische Vermatschung wie bei Paper.li. Und weil das aufwändig ist macht man das auch nur wenn man wirklich was zu sagen hat. Das ist normalerweise nicht zehnmal die Woche der Fall…

Zur Technik dahinter: eine Mail Aussendung vollständig ohne Tools machen zu wollen ist kaum sinnvoll möglich – allen der gesetzlich vorgeschriebene opt-in Prozess würde einiges an Aufwand bedeuten, von der Verwaltung der Listen ganz zu schweigen.

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Nach ein wenig Recherche haben wir uns für Mailchimp entschieden. Das Tool tut was ich von ihm will (Anmeldeprozess, Abmeldeprozess, Listenverwaltung, Analyse, Templates für das Design, Integrtion in Hoot..) und es ist vor allem für die ersten Schritte gratis (wenn ich die Pro Version brauche habe ich so viele Leute in meinen Verteilern das ich sie mir vermutlich auch werde leisten können; andererseits: so teuer ist das auch wieder nicht). Nach dem Einrichten des Accounts legt man seine Listen an, definiert die Formulare (das geht auch auf Deutsch, yey!) und kann – ein paar Adressen vorausgesetzt – schon seine erste Aussendung machen. Ist nicht wirklich schwer, die Bedienbarkeit ist gut, die Hilfe auch.

Somit haben wir also unseren eigenen Newsletter:

AKIA Newsletter: Infos zu unseren Veranstaltungen, Events und Programmen. Anmeldung hier.

Das Siegerfoto: Eine Betrachtung zu Fotowettbewerben

Alexander Mikula

Jetzt ist es passiert: ich habe ein Bild zu einem Fotowettbewerb eingeschickt und es hat gewonnen. Den ersten Platz sogar. Wie die Mitteilung gekommen ist habe ich mich gefreut. Jetzt wo ich das Heft (Photographie Ausgabe 5/2012) in Händen halte bin ich wirklich stolz. Mehr als eine volle Seite für das Bild, zweimalige Erwähnung meines Namens! Wirklich stolz.

Selbst wenn das kein Sieg bei einem international renommierten Fotopreis war, so ist meine Arbeit doch von einer Jury eines Magazins bewertet worden, das ich für durchaus brauchbar halte. Und ich bin froh mich letztendlich doch noch überwunden zu haben teilzunehmen.

Überwunden? Ja, überwunden. Ich habe meine eigene Meinung zu Wettbewerben, insbesondere "Leser Wettbewerben" habe. Deshalb war das auch mein erster Versuch mitzumachen (naja, der zweite. Der erste war Versuch war vor über zehn Jahren. Die Arbeit hat damals zwar auch einen Preis gemacht, ich rede aber nicht gern darüber. Das Bild fällt eher unter "Jugendsünde").

Deshalb ist es an der Zeit für ein paar retrospektive Erkenntnisse:

  1. Ein Bild zu einem Thema einsenden zu wollen bedeutet Bilder zu diesem Thema in seinem Portfolio suchen zu müssen. Gute Sache. Das eigene Portfolio zu durchforsten und auszumisten ist an sich nicht schlecht - das mit einem gegebenen Thema im Kopf zu tun eröffnet neue Blickwinkel auf die eigene Arbeit.
  2. Sich einem öffentlichen Wettbewerb zu stellen bringt einen selbst zur Frage ob man seine Arbeiten für reif genug hält um öffentlich gezeigt zu werden (wie auch bei Ausstellungen). Das klingt seltsam, wer fotografiert schon ausschließlich für sich und seine nächste Umgebung, aber zumindest bei mir existiert schon eine Hemmschwelle. Immerhin kennt man den Betrachter nicht. Vertrauen zur eigenen Arbeit und Selbstwertgefühl. Ich weiß. Die Frage nach dem Vertrauen in die eigene Arbeit explizit zu stellen ist aber sicher nicht schädlich.
  3. Bei einem Wettbewerb einer Organisation / eines Magazins teilzunehmen, deren bisherige Arbeiten einen nicht ansprechen ist wenig sinnvoll. Erstens will ich meine Arbeiten nicht mitten unter Fotos von Katzen und geknipsten Sonnenuntergängen sehen und zweitens ist die Chance da überhaupt genommen zu werden gering. Das ist nicht der Geschmack des Zielpublikums und am Ende wird auch hier nur ein Markt bedient (ja, ich schließe Kulturorganisationen hier ein). Und diejenigen die gerne Fotos von schönen Blumen sehen werden vermutlich mit abstrakter, konzeptioneller Fotografie nichts anfangen können. Das gilt natürlich auch anders herum. Mein wirklich entzückendes Foto unserer Schildkröte ist wohl eher nicht geeignet bei einem Wettbewerb mitzumachen wo alle anderen der brutalen und tristen Form der zeitgenössischen Fotografie anhängen. Nicht dass ich die nicht mag..
  4. Wenn man wirklich gewinnt, dann ist das schon gut für das Ego. Und wenn sich die Internetgemeinde und der Freundeskreis für einen mit freuen und Respekt zollen, dann ist das umso besser. Und das ist wiederum gut für Punkt 2...

Also los, hin und wieder mal an einem Wettbewerb teilzunehmen tut nicht weh, kostet nichts und hilft vielleicht auf dem eigenen Weg ein Stück weiter. Und Wettbewerbe gibt es wie Sand am Meer. Einfach mal in der weisen Müllhalde (dem Web. Passt doch, oder?) suchen oder gleich einen Feed wie den hier abonnieren.

Do you allow Photoshop?

Alexander Mikula

People often ask: "Do you allow Photoshop?"

That is not the point. It's how good it is. We don't mind a Photoshopped picture if it makes a point. Just because you have used Photoshop, doesn't make it a good or bad image. It's just a tool to help you. It's what you do with that tool that counts.

(Terence Pepper, in "Professional Photographer")

 

Das gleiche gilt eilgentlich für Kamera (digital oder nicht) und all die anderen Spielsachen: a tool is just that - a tool...